Stella Maris ist umgezogen

Unsere katholische Gemeinde in Heikendorf
befindet sich künftig in der evangelisch-lutherischen Kirche Heikendorf

Am 20. Februar, dem Samstag nach Aschermittwoch, wurde in der katholischen Kirche Stella Maris in Heikendorf der letzte Gottesdienst gefeiert (natürlich unter den gebotenen Corona-Beschränkungen).

Hier finden Sie aktuelle Fotos vom Umzug

Nicht Gäste, sondern Partner
zum Artikel in der Neuen Kirchenzeitung
über den Umzug von Stella Maris

Er begann zusammen mit Pastorin Schmidt, Pastor Thieme-Hachmann und Gläubigen aus der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Stella Maris. Dann zogen beide Konfessionen vereint zur evangelisch-lutherischen Kirche im Neuheikendorfer Weg 4 in der Ortsmitte in welcher die katholische Gemeinde zukünftig zu Gast sein darf, um den Gottesdienst dort gemeinsam zu beschließen (siehe dazu auch den Artikel auf der Homepage der evangelischen Gemeinde).

Im Mai 1964 wurde die Kirche Stella Maris am Laboer Weg geweiht, im Februar dieses Jahres wird sie „profaniert“, also der Nutzung als katholischer Kirche zeremoniell entwidmet. Danach wird dann die katholische Gemeinde Stella Maris ihre Gottesdienste in der evangelischen Kirche feiern. Das ist für die dortige Gemeinde ein sehr schmerzlicher, aber leider unumgänglicher Schritt. Seit vielen Jahren schon ist klar, dass die finanzielle Lage der Pfarrei Franz von Assisi, zu der diese Gemeinde gehört und die geringen personellen Kapazitäten, aber auch die demographische Entwicklung vor Ort diesen Schritt nötig machen.

Propst Benner schreibt in einem Brief an die Heikendorfer Katholiken: „Viele Menschen verbinden mit Stella Maris schöne Erinnerungen an die Hochzeit, die Taufe der Kinder, Gemeindefeste und anderes mehr. Diese Erinnerungen bleiben für immer wertvoll und ein Teil Ihrer Lebensgeschichte. Doch nun müssen wir Stella Maris verlassen.“

In einem Willkommensbrief schreibt Pastor Thieme-Hachmann: „Wir verstehen, dass der Abschied vom gewohnten Ort für unsere katholischen Glaubensgeschwister schmerzlich ist. Wir heißen sie in unseren Räumen herzlich willkommen, und sind auf Grund der guten Erfahrungen, die uns in der ökumenischen Zusammenarbeit seit langem verbinden, zuversichtlich, dass unsere Kirche am Neuheikendorfer Weg ihnen zu einem neuen Zuhause werden kann.“

Durch diese „geschwisterliche Gastfreundschaft“ wird der Gemeinde die Möglichkeit gegeben, ihr Glaubensleben weiterhin vor Ort zu gestalten und dabei weitere ökumenische Aktivitäten zu entdecken und zu gestalten. Auch wenn vielleicht nicht alles ganz ohne Reibungen gehen kann, stellt es eine „Erweiterung des je eigenen Horizontes“ dar, findet Propst Benner. Er freut sich auf ein gutes Miteinander unter dem Dach der evangelisch-lutherischen Kirche und schreibt: „Wir sind ist der evangelisch-lutherischen Gemeinde für die Gastfreundschaft von Herzen dankbar.“

Für weitere Informationen lesen Sie den “Monatsbrief Dezember-Januar” von Propst Benner (HIER).

Bild links: Pastor Thieme-Hachmann, Pröpstin Witt und Propst Benner beim Presstermin am 4. Februar
(Foto: Erzbistum Hamburg / Marco Heinen)
Bild rechts: Am Pressetermin nahmen natürlich auch ehrenamtliche Vertreterinnen aus beiden Gemeinden teil
(Foto: W. Schröder, vorn mit im Bild: M. Heinen, Neue Kirchenzeitung)

Bild links: Die Madonna aus Stella Maris wird einen angemessenen Platz in der evangelischen Kirche finden. Ein passender Sockel ist geplant.
Bild rechts: Auch der Pfarrbrief FRANZ hat schon seinen Weg in die “neue Kirche” gefunden.
(Fotos: W. Schröder)