Taufe

Bild: Martin Manigatterer in: Pfarrbriefservice.de

Taufpastoral

„Wir heißen Kinder Gottes, und wir sind es.“ (1Joh 3,1b)

Erfreulich viele Kinder werden in den Kirchen unserer Pfarrei getauft. Für viele Eltern ist die Anmeldung ihrer Kinder zur Taufe ein erster oder ein erneuerter Kontakt nach einer längeren Zeit ohne engere Bindung zur Gottesdienstgemeinde. Dementsprechend steht ihre familiäre und persönliche Situation im Zentrum der Taufgespräche, die zukünftig wieder gemeinsam von Haupt- und Ehrenamtlichen angeboten werden sollen. Die Erschließung der einzelnen Elemente des Tauffeier soll den Eltern vermitteln, mit welchen Zeichen und Gesten sie ihren Kindern die Zusage Gottes „Du bist mein geliebtes Kind“ weitergeben und ein Leben aus dem Glauben erschließen können.

Kürzlich hat sich ein Arbeitskreis konstituiert, der sich mit Fragen einer nachhaltigen Taufpastoral beschäftigen will: Wie können wir auf die Anliegen der Eltern eingehen, die ihr Kind zur Taufe anmelden? Wie können wir sie einladen, nicht nur aktuell die Taufe zu feiern, sondern darüber hinaus ihren Platz in unserer Pfarrei zu finden? Wie können wir also die Vorbereitung der Taufe mit einer Familienpastoral nach der Taufe verknüpfen? Sollten Sie an einer Mitarbeit Interesse haben, melden Sie sich bitte bei Propst Benner oder bei Frau Nischik.

Zur Taufe als Familienfest kommen oft Verwandte und Freunde aus Nah und Fern. Deshalb wird eine langfristige Terminplanung gewünscht. Dementsprechend werden wir feste Tauftermine (an „Taufsonntagen“) einrichten, an denen in den Kirchen unserer Pfarrei die Taufe gefeiert wird. In der Osterzeit, in der wir uns in besonderer Weise daran erinnern, auf den Tod und die Auferstehung Jesu getauft zu sein (Röm 6,3-11), feiern wir die Taufe in den Sonntagsgottesdiensten. Um den Familien entgegenzukommen, soll es übers Jahr aber auch Tauffeiern an Samstagen geben.

Kinder im Schulalter, die z.B. anlässlich der Erstkommunionvorbereitung um die Taufe bitten, werden nach Absprache mit ihren Eltern in einer ihrem Alter entsprechenden individuellen Form durch haupt- und ehrenamtliche Katecheten auf die Taufe vorbereitet. Die Taufe dieser Kinder kann auch für die Kinder, die zur Eucharistie geführt werden, ein besonders wichtiges Element ihrer Vorbereitung auf die Kommunion z.B. in der Tauferinnerungsfeier sein.

Die Zahl der Erwachsenen, die getauft werden wollen, ist klein. Sie werden individuell und möglichst zusammen mit ihrem Taufpaten (ggf. in kleinen Gruppen) auf die Feier ihrer Taufe, ihrer Firmung und auf den Empfang der Eucharistie vorbereitet.

Eltern, Paten, aber auch die ganze Gemeinde können die Feier der Taufe bewusst mit einer Vertiefung ihres Glaubens verbinden. So kann immer tiefer verstanden werden, was es heißt, Ein Kind Gottes zu heißen und zu sein.

Ihr
Propst Benner


Wenn Sie eine Taufe anmelden wollen, rufen Sie bitte sechs bis acht Wochen vor dem gewünschten Tauftermin an oder kommen in einem der Gemeindebüros vorbei.


In der Taufe vertrauen wir unsere Freude über das neue Leben, aber auch unsere Ängste und Zweifel Gott an. Die Taufe bedeutet, dass wir Menschen nicht uns selbst überlassen sind. Dabei richtet sich die Zusage, dass wir von Gott angenommen sind, an jede Einzelne und jeden Einzelnen persönlich. Gott hat uns bei unserem Namen gerufen, das heißt, wir werden als besondere, einzigartige Menschen betrachtet. Gott nimmt uns an, so, wie wir sind, mit allen Stärken und Schwächen. Mit der Taufe sagt uns Gott: Ich begleite dich ein Leben lang. Denn du bist mein.

Das Wort „taufen“ stammt ursprünglich von dem Adjektiv „tief“ ab. Es heißt im wörtlichen Sinne also neben „ein oder untertauchen“ auch „tief werden“. Das ist eine schöne Bezeichnung dafür, was das Geschenk der Liebe Gottes bedeutet.

In der Regel sind es kleine Kinder, die getauft werden. Im Rahmen der Vorbereitung zur Erstkommunion bitten manchmal auch Kinder im Grundschulalter um die Taufe. Aber auch in Erwachsenen kommt der Wunsch zur Taufe auf. Die erwachsenen Taufbewerber werden durch Glaubensgespräche über einen längeren Zeitraum in den Glauben eingeführt, bevor sie zur Taufe zugelassen werden. Bei den Kleinkindern ist es Aufgabe der Eltern und Paten, die Kinder in den Glauben einzuführen.

Wir leben in einer Zeit, in der das Umfeld immer weniger von einer christlichen Glaubenspraxis geprägt ist. Dadurch kommt Eltern und Paten umso mehr die Verantwortung zu, die Kinder auf dem Weg zum Glauben zu begleiten. Sie sollen das in der Taufe Begonnene fortführen:

  • ihren Kindern vermitteln, dass sie von Gott angenommen und geliebt sind,
  • ihren Kindern helfen, in der Gemeinschaft der Glaubenden eine Heimat zu finden.

Deshalb ist es auch wichtig, bei der Auswahl der Paten darauf zu achten, ob sie den Kindern auf dem Weg zum Glauben ein Begleiter sein können.


Weitere Informationen:

Das Tauf-Patenamt

Der Paten-Schein

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