Vortrag: Jagd nach dem Glück?

Das Forum Kirche und Gesellschaft www.forum-kg-kiel.de lädt ein in das Gemeindezentrum der Propstei Nikolaus, Kiel,

Freitag, 11.März um 19:30 Uhr

Zu dem Vortrag mit anschließender Diskussion

Prof. Dr. Jörg Splett

Jagd nach dem Glück?

Von Platon bis Pieper vertritt man die These, die Menschen könnten nicht anders als glücklich sein wollen: „Glücklich ist, wer hat, was er will –und damit recht umgeht.“ Sind aber heute nicht viele eher wie zerrissen zwischen Glücks-Sucht und Resignation? Sollte man sein Glück (gemäß der USA-Verfassung) „verfolgen“ und „schmieden“? Oder es als Recht einfordern: vom Schicksal oder vom Staat?
Wie indes, wenn es zum Glück gehörte, etwas zu erhalten, worauf man kein Recht hat? Wie erst, wenn noch mehr als das Empfangen das Geben beglückte?
Man kann sein Glück nicht „machen“, aber es vertun. Es wird ungesucht zuteil.

Jörg Splett (1936 in Magdeburg) ist ein katholischer Religionsphilosoph und Anthropologe. Splett studierte Philosophie, Psychologie, Fundamentaltheologie, Pädagogik in Pullach, Köln und München. Nach seiner Promotion über die Trinitätslehre Hegels bei Max Müller war er drei Jahre lang Assistent von Karl Rahner in München. Seit 1971 lehrte er Philosophische Anthropologie, Religionsphilosophie sowie Geschichte der Philosophie im 19. und 20. Jahrhundert an der Philosophische-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main und als ‚Gastprofessor an der Hochschule f. Philosophie in München und ist auch über seine Emeritierung im Jahr 2005 hinaus an beiden Hochschulen tätig; daneben nach wie vor in der Erwachsenen-, Lehrer- und Priesterfortbildung wie in der Schülerarbeit. 1986 hatte er eine Gastprofessur im Theologischen Studienjahr Jerusalem an der Dormitio-Abtei in Jerusalem inne sowie mehrmals eine Vertretungsprofessur an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Außer Monographien und Büchern in Herausgeberschaft zahlreiche Veröffentlichungen in deutschen wie ausländischen Zeitschriften und Sammelwerken. Redaktionsmitglied bei Il Nuovo Areopago (Roma/Bologna) von 1 (1982) bis 21 (2002);Theologie und Philosophie (Frankfurt/Freiburg) von 55 (1980) bis 84 (2009).