Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer zu Besuch im St. Antoniushaus des SkF Kiel

Große Freude über den Besuch des Kieler Oberbürgermeisters: Vor dem St. Antoniushaus des SkF Kiel kommen SkF-Vorstand Renate Linders, Susanne Flechsig, OB Dr. Ulf Kämpfer, Vorstandsvorsitzende Dr. Maria Schwarte sowie die beiden Geschäftsführer Andreas Rüd und Andrea Borowski zum Gruppenbild zusammen.
Foto: Jennifer Ruske

Kiel, 25.6.2019. Hoher Besuch im St. Antoniushaus des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V. Kiel (SkF). Kiels Oberbürgermeister, Dr. Ulf Kämpfer, ließ sich bei einem Rundgang durch die Elmschenhagener Einrichtung die Arbeit des SkF mit seinen über 180 Mitarbeiter*innen und 40 Ehrenamtler*innen erklären – und zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der Angebote für Kinder und Jugendliche, Frauen und Familien und Menschen mit Behinderungen und vom Engagement des gesamten Teams.

Mit seinem Besuch im St. Antoniushaus machte der OB machte ein Versprechen wahr: Er kenne den Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Kiel aus seiner Zeit als Zivil- und Familienrichter und Mediator am Amtsgericht Kiel (2008 bis 2012) sehr gut, hatte Kämpfer im Dezember 2018 anlässlich des Besuchs des Paulusmarktes der Kieler Serviceclubs rund um die Kirche im Niemannsweg im Gespräch mit dem SkF-Vorstand und der Geschäftsführung erklärt. Nur selbst sei er noch nie im St. Antoniushaus oder im St. Answerushaus gewesen. Die Einladung zu einem Besuch, die SkF-Vorstandsvorsitzende Dr. Maria Schwarte an dem Tag aussprach, nahm er deswegen gerne an. In dieser Woche war es nun soweit für einen Rundgang durch die Einrichtung und das Gelände des St. Antoniushauses in Elmschenhagen. Mehr als eineinhalb Stunden nahm sich Kämpfer Zeit, für Begegnungen mit Bewohner*innen, Informationen durch die Mitarbeitenden vor Ort und einen Austausch mit der Geschäftsführung und den Damen des Vorstandes. Dr. Maria Schwarte, Susanne Flechsig und Renate Linders vom SkF-Vorstand, die SkF-Geschäftsführung Andrea Borowski und Andreas Rüd sowie die jeweiligen Fachbereichsleiter*innen zeigten dem OB eines der neuen Mutter-Kind-Appartements des Projekts „Sonstiges Betreutes Wohnen SWB MuKi“, die rote Gruppe, in der Kinder mit mehrst schwerfachen Behinderungen leben, die Kinder- und Jugendhäuser und führten ihm die Angebote an Ergotherapie und Unterstützter Kommunikation (UK) für die Bewohner*innen vor.

Besonders von den Möglichkeiten, mehrst schwerfach behinderten, nicht sprechenden Kindern Kommunikation zu ermöglichen, zeigte Kämpfer sich beeindruckt. Dank finanzieller Unterstützung durch das Kieler Spendenparlament konnte sich der SkF Kiel eine Geräuschewand anschaffen, die den Nutzer*innen die Wirksamkeit ihres Handelns mit farbigen Impulsen vor Augen führt, erklärte Ergotherapeutin und Fachfrau für UK, Petra Hohenhaus-Thier, die viele Hilfsmittel individuell mit Zubehör aus dem Baumarkt fertigt. Auf der Wunschliste stünde dagegen noch ein PCEye Augensteuerungsmodul anzuschaffen, bei dem die Benutzer*innen mit den Augen ein entsprechendes Programm auf dem Laptop steuern und damit sich ausdrücken können. Das helfe bei der Kommunikation – genauso wie zum Beispiel die großen Tasten, die Hohenhaus-Thier dem OB zeigte. Mit denen kann man das Radio einschalten. Die lassen sich mit dem Knie – wie der OB austestete – genauso gut drücken, wie mit der Hand. Nicht alles, was hilft, bezahle auch die Krankenkasse, erklärte Petra Hohenhaus-Thier. „Da müssen wir manchmal schon sehr kämpfen.“ Doch mit Idealismus gepaart mit fachlicher Kompetenz schaffe sie es immer wieder, die Kostenträger zu überzeugen. „Man merkt Ihnen ihr Herzblut für Ihre Arbeit an“, sagte Kämpfer. Dieses Lob gilt nicht nur der Ergotherapeutin, sondern allen Mitarbeiter*innen der Einrichtung des SkF, die „einzigartig für Kiel ist“, wie der Oberbürgermeister erklärte. Es sei absolut beeindruckend, welche Arbeit beim SkF Kiel geleistet werde, sagte Kämpfer. Schon während seiner Zeit als Familienrichter habe er ausgesprochen Gutes vom St. Antoniushaus gehört und Kinder in die Einrichtung verwiesen. Es aber mit eigenen Augen zu sehen, was die Mitarbeiter*innen hier leisten, sei für noch einmal eine andere Erfahrung. Kämpfer: „Was Sie machen, ist absolut unterstützenswert.“

Von Jennifer Ruske / SkF e.V. Kiel