Monatsbrief April – Mai

Propst Dr. Thomas Benner

Informationen über den aktuellen Stand der Veränderungen
in der Pfarrei Franz von Assisi, Kiel

März 2022

Am Freitag, 29.4., gab es in Heikendorf einen großen Einsatz der Feuerwehr an der Stella Maris-Kirche. Es handelte sich gottlob nur um eine Übung, die aber mächtig Eindruck machte. „Gelöscht“ wurde in und um die Kirche. Und dann ging es um das Bergen der Glocke. Mit Hilfe eines großen Leiterwagens wurden die Schall-Luken des Kirchturms geöffnet und die Glocke freigelegt. Diese soll demnächst am Museumshafen von Heikendorf einen neuen Platz finden. So erinnert sie weiter an das Schicksal der Flüchtlinge, die an der Kieler Förde Aufnahme und eine neue Heimat fanden. Schön, dass auch Kirchenfenster von Stella Maris ausgebaut und in die entstehenden neuen Gebäude eingefügt werden sollen.

Was ist außerdem seit meinem letzten Monatsbrief geschehen? Der Kirchenvorstand hat über den Antrag an den Herrn Erzbischof zur Profanierung der Dreieinigkeitskirche in Pries beraten und beschlossen. Im Juni wird der Priesterrat um sein zustimmendes Votum gebeten; anschließend wird der Herr Erzbischof die Entwidmung der Kirche im September in Kraft setzen. Beraten und beschlossen wurde auch über den Verkauf des Gemeindehauses von St. Bonifatius an die Kommune Kronshagen und von Kirche und Gemeindehaus Heilig Kreuz an einen Interessenten, der beabsichtigt dort Seniorenwohnungen zu errichten. Die Umsetzung wird erfahrungsgemäß Zeit brauchen.

Mit der St. Bonifatius-Gemeinde gehen die Gespräche zur Frage ihrer Ansiedlung entweder in St. Birgitta oder in St. Nikolaus weiter. In den Gemeindegesprächen mit den Gläubigen der Gemeinde Dreieinigkeit geht es nun um die konkreten Fragen ihrer Ansiedlung in St. Heinrich wie z.B. Fahrgemeinschaften, Gottesdienstzeiten usw.

Die Sanierung der St. Nikolauskirche steht an. Die Finanzierung auch nur der notwendigsten Maßnahmen wird angesichts der Haushaltslage der Pfarrei eine echte Herausforderung. Sie würde uns überfordern, wenn wir nicht Hilfe von außen bekämen. Im Gespräch mit dem Erzbistum suchen wir nach Lösungen. Angesichts der steigenden Baupreise bedarf es bald größerer Klarheit über die anzugehenden Sanierungsmaßnahmen und über einen Zeitplan. Schön, dass Mitglieder unserer Pfarrei sich nicht aber irre machen lassen und mit Fundraising-Aktionen wie z.B. dem „Creamtea“ das Anliegen wach halten und konkrete Hilfe organisieren …

Von „Löschen“ und „Bergen“ war oben zu berichten. Im übertragenen Sinn geht es bei unserer gesamten Immobilienreform um eine „Feuerwehraufgabe“. Sie ist nach wie vor eine komplexe und schwierige Aufgabe, der wir uns aber notwendigerweise stellen müssen. Retten, löschen, bergen und schützen – Feuerwehreinsätze sind heute allerorten mehr als nur die traditionelle Brandbekämpfung; Umweltschutz und ein weites Spektrum von Hilfs- und vorbeugenden Maßnahmen gehören längst dazu. Wir haben die notwendigen Sofortmaßnahmen eingeleitet, die uns aus einer Zwangslage herausführen sollen; Brandschutz, Vorbeugung, Gefahrenabwehr sind weiterhin anzugehen. Doch am Wichtigsten ist und bleibt der Blick auf die Menschen, die vor Schaden zu bewahren sind.

Statt einer Notrufnummer kennen wir Christen z.B. den Vers „Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen“ aus Psalm 50,15. Deshalb haben wir als Kinder die Nummer „5015“ als Notrufnummer des Glaubens gelernt. In einer neuen Übersetzung heißt derselbe Vers: „Wenn du keinen Ausweg mehr siehst, dann rufe mich zu Hilfe! Und ich will dich retten …“ Wir sind als Gemeinde, als Glaubensgemeinschaft immer auch eine Gebetsgemeinschaft. Bitten wir also miteinander und füreinander um einen guten Fortgang unserer Reformbemühungen.

PAX et BONUM,

Ihr Propst Thomas Benner


Monatsbrief April-Mai als PDF-Datei zum herunterladen