Monatsbrief Februar

Propst Benner:
Monatsbrief über den aktuellen Stand der Veränderungen innerhalb der Pfarrei Franz von Assisi, Kiel – Stand Februar 2020

„Gemeindegespräche vor Ort.“

Das Jahr 2020 ist noch jung. Doch es ist bereits jetzt absehbar, daß es ein Jahr wird, das alle Kräfte herausfordern wird. Denn wegen der bekannten großen Probleme finanzieller, demografischer und neuerdings auch personeller Art müssen wir nun mit dem Rückzug aus vertrauten Räumlichkeiten beginnen.

Deshalb beginnt in Kürze eine zweite Serie von „Gemeindegesprächen vor Ort“. In den von Schließungen betroffenen Gemeinden soll es dabei um die Frage gehen: „Wie können wir ohne eigene Räumlichkeiten als Gemeinde vor Ort zusammenbleiben, Gottesdienste feiern, Seelsorge ermöglichen?“

Wir beginnen am Samstag, den 8. Februar, 14:30 bis 16:00 Uhr, in St. Bonifatius, Kronshagen. Nach dem Gemeindegespräch im letzten Sommer fragen nun: „Können wir Veranstaltungen, die bisher im Gemeindehaus stattfinden, in die Kirche verlegen?“ „Wie vernetzen wir uns intensiver mit der Gesamt-Pfarrei und mit Kooperationspartnern vor Ort?“

Am Samstag, den 15. Februar, 15:30 bis 16:45 Uhr, in Stella Maris, Heikendorf, geht es darum, die nach dem letzten Gemeindegespräch mit der evangelischen Nachbargemeinde aufgenommen Gespräche vorzustellen. Eine Lenkungsgruppe aus Mitgliedern der Pastoralteams, der Kirchenvorstände und der Ortsausschüsse aus der evangelischen und der katholischen Gemeinde soll ihre Arbeit aufnehmen. Wir verständigen uns über Schritte des gegenseitigen Kennenlernens und über die Art und Weise eines Übergangs aus dem bisher Gewohnten in eine neue, andere Form gemeindlichen Lebens in ökumenischer Partnerschaft.

Am Samstag, den 29. Februar gibt es gleich an zwei Orten Gemeindegespräche: Von 9:30 bis 11:30 Uhr beraten wir in Dreieinigkeit, Pries, und am Nachmittag von 15:00 bis 16:30 Uhr, in St. Ansgar, Schönberg. An beiden Orten zeichnen sich nach den ersten Gemeindegesprächen noch keine konkreten Lösungen ab. Umso intensiver wird das Bemühen sein müssen, sich positiv und konstruktiv über Schritte zu verständigen, wie das bisher Unvorstellbare in „Gedanken, Worten und Werken“ Gestalt annehmen kann. Vor Ort zu bleiben, ohne am selben Ort bleiben zu können, ist eine Herausforderung, die wir nur gemeinsam bewältigen können.

Am Samstag, den 7. März, 18:00 bis 19:30 Uhr, treffen wir uns auch in Heilig Kreuz zum nächsten Gemeindegespräch. Die Fragestellungen sind dort dieselben, die Lösungsversuche sollen aber auch hier die sein, die örtlich am besten passen.
Die Nachnutzung der Gebäude, die aufgegeben werden, ist kein Thema der Gemeindegespräche. Hierum kümmert sich eine Arbeitsgruppe des Kirchenvorstands in Abstimmung mit dem Erzbistum Hamburg.

Der Abschied dreier Priester aus dem Pastoralteam steht bevor. Pfr. em. Dieter Wichert kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr aushelfen. Gesundheitliche Gründe führen auch dazu, daß Pastor Winfried Krzyzanowski im Sommer des Jahres in den Ruhestand treten wird. Und Pater Sijo Kalampuliel wird von seinen Oberen im vierten Quartal des Jahres aus dem Erzbistum Hamburg abberufen. Deshalb bedarf es der Erarbeitung einer neuen Gottesdienstordnung. Diese muß ab dem Sommer umsetzbar sein. Sie soll eine die eine gute Verteilung von Eucharistiefeiern und Wort-Gottes-Feiern im Gesamtbereich unserer Pfarrei sicherstellen. Sie soll parallel zu den Gemeindegesprächen erarbeitet und miteinander beraten werden.

Zur Beratung der neuen Gottesdienstordnung für die gesamte Pfarrei wird es noch vor den Sommerferien eine dritte Reihe von Gemeindegesprächen in den fünf Kirchen geben, die auf Dauer als eigene Kirchen erhalten bleiben sollen. Die Termine stehen allerdings noch nicht fest. Auch hier müssen wir uns auf einen Wechsel von Eucharistiefeiern und Wort-Gottes-Feiern einstellen.

Im nächsten „Monatsbrief“, der Anfang März erscheinen soll (und dann immer monatlich), kann ich Ihnen hoffentlich davon berichten, wie die Überlegungen, wie der Wandel positiv gestaltet werden könnte, vor Ort zu weiteren konstruktiven Schritten führen.

Hoffentlich kann ich Ihnen auch davon berichten, daß das Wort unseres Herrn, daß wir zu einer „Kirche aus lebendigen Steinen“ (1 Petr 2,2-5) auferbaut werden sollen, von Neuem seine Kraft entfaltet, weil wir neu uns auf ihn, den „Stein, den die Bauleute verworfen haben, der aber zum Eckstein geworden ist“ (Ps 118, 22) besinnen. Denn er ist und bleibt ja Grund, Mitte und Baumeister der Kirche. „In uns lebt der uns einte; er bricht mit uns das Brot.“ (GL 477,1).

Ich bitte Sie um Ihr begleitendes Gebet, für die Gespräche vor Ort und in den Gremien, für die Enttäuschten und die Traurigen, für die Entschlossenen und die Zögernden, für die Ängstlichen und die Mutigen.

Freundlich grüßt
Ihr Propst Dr. Benner


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