Monatsbrief Januar

Propst Benner

Monatsbrief über den aktuellen Stand der Veränderungen
in der Pfarrei Franz von Assisi, Kiel

Januar 2022

Vorausblick auf ein herausforderndes Jahr

Das neue Jahr beginnt gleich mit einer echten Herausforderung: der Profanierung von St. Ansgar am 29.1.2022, die durch das Verlesen des erzbischöflichen Dekretes eintritt. Ich wäre danach gerne mit der Gemeinde in die evangelische Kirche im Zentrum Schönbergs gezogen. Doch diesem Wunsch konnten sich die vor Ort am Prozeß Beteiligten nicht anschließen. So wird in Schönberg vorerst kein Gottesdienst mehr gefeiert. Ich lade die Gläubigen ein, nach einer Zeit der Besinnung am Donnerstag nach Pfingsten, den 9.6.2022 um 18:00 Uhr, nach St. Ansgar zu kommen, um noch einmal die Frage zu beraten, ob es möglich ist, bei den evangelischen Nachbarn als Gäste zum Gottesdienst zusammenzukommen. Der Kirchenvorstand wird auf seiner nächsten Sitzung über die Veräußerung der Liegenschaft beraten.

Nicht viel leichter wird die anstehende Aufgabe des Studentenwohnheims Haus Michael an der Reventlouallee. Der Herr Generalvikar als Vertreter des Trägers ist angefragt, persönlich oder durch einen Vertreter am letzten Gottesdienst in der Kapelle von Haus Michael teilzunehmen, der im März gefeiert wird. Ich bin froh, daß die Studierendengemeinde auf das Angebot der Pfarrei eingehen will, sich im KirchenKAI und bei St. Nikolaus anzusiedeln. Sie ist auch eingeladen, sich mit Vorschlägen für die Sanierung der Propsteikirche einzubringen.

Auf monatlich anberaumten Sitzungen wird sich der Kirchenvorstand weiter der Immobilienreform der Pfarrei annehmen. Für den KV und die anderen Gremien der Pfarrei stehen im Herbst Neuwahlen an. Darüber wird im nächsten Pfarrmagazin FRANZ ausführlicher zu berichten sein.

Der Prozeß zur Formulierung der „Leitsätze“, die dem Pastoralkonzept von 2013 vorangestellt werden, ist so gut wie abgeschlossen. (Sie finden sie auf unserer Internetseite.) Ich danke allen, die sich auf lokaler, pfarrlicher oder verbandlicher Ebene damit beschäftigt haben. So konnte es im Dezember zu einer prinzipiellen Zustimmung seitens des Pfarrpastoralrats kommen. Die Leitsätze formulieren den Versuch, daß wir uns nicht mit Schließungen beschäftigen, sondern daß wir neu aufbauen, profilieren, Gemeinden und verbleibende Standorte stärken wollen. Das will ich an dieser Stelle mit der Einrichtung „Orts- und Gemeindekoordinatoren“ benennen. Sie übernehmen qua Delegation Aufgaben und Zuständigkeiten des Pfarrers, damit sie – als beauftragte Ansprechpartner vor Ort – für die Gläubigen und in Kooperation mit den Gemeindeteams, Büros usw. schnell und verbindlich die sich dort stellenden Fragen aufnehmen, bearbeiten und entscheiden können. Sie vertreten diese Gemeinden und deren Anliegen in den regelmäßigen Dienstsitzungen des Pastoralteams der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Pfarrer (weiteres siehe im FRANZ im Artikel zu Leitsatz 6). Artikel zu den einzelnen Leitsätzen und Diskussionen über deren lokale und pfarrliche Bedeutung sollen im FRANZ in ihren Platz finden.

Die Corona-Pandemie lastet immer noch schwer auf der Feier der Gottesdienste und allen gemeindlichen und pfarrlichen Aktivitäten. Sie erschwert vieles, aber sie läßt auch manches klarer sehen. Für viele hat Glaube und Kirche seine Selbstverständlichkeit, seine Plausibilität, seine Relevanz verloren. Diese Herausforderungen sind m.E. viel größer als die oben angesprochenen Probleme. Wir wollen sie anzunehmen in der gläubigen Gewißheit, daß auch dieses neue Jahr ein Jahr unter dem Segen Gottes sein wird.

PAX et BONUM,
Ihr Propst Benner


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