Monatsbrief Dezember – Januar

Propst Benner

Monatsbrief über den aktuellen Stand der Veränderungen
in der Pfarrei Franz von Assisi, Kiel

Stand Dezember 2020 – Januar 2021

Im letzten Monatsbrief hatte ich Ihnen von dem Beschluss des Kirchenvorstands berichtet, um die Profanierung der STELLA MARIS-Kirche zum 15.2.2021 zu bitten. Der Priesterrat des Erzbistums, der in solchen Fragen vom Erzbischof zu hören ist, beschloss am 2.12.2020 einstimmig, dem Herrn Erzbischof die Profanierung zu empfehlen. Er verständigte sich zugleich darüber, dass in absehbarer Zeit weitere solcher Anträge aus Kiel zu bearbeiten sein werden. Das Profanierungsdekret ist angekündigt.

Am Samstag vor dem Aschermittwoch gestalten wir in STELLA MARIS einen „Nachmittag der Erinnerungen und des Abschieds“. Mit dem Aschermittwoch beginnen wir dann ja eine Zeit der Einkehr und der Neuausrichtung. Sie ist mehr denn je notwendig. Am Samstag nach Aschermittwoch beginnen wir den Sonntagsgottesdienst noch in Stella Maris und ziehen dann, begleitet von Pastorin Schmidt und Pastor Thieme-Hachmann zur evangelischen Kirche in der Ortsmitte von Heikendorf. Dort werden diese die Stella Maris-Gemeinde willkommen heißen, die dann dort ab dem ersten Fastensonntag regelmäßig die Sonntagvorabendgottesdienste feiern wird. Pastor Thieme-Hachmann schrieb in seinem Willkommensgruß: „Wir verstehen, dass der Abschied vom gewohnten Ort für unsere katholischen Glaubensgeschwister schmerzlich ist. Wir heißen sie in unseren Räumen herzlich willkommen und sind auf Grund der guten Erfahrungen, die uns in der ökumenischen Zusammenarbeit seit langem verbinden, zuversichtlich, dass unsere Kirche am Neuheikendorfer Weg ihnen zu einem neuen Zuhause werden kann.“ Er schloss mit der geistlichen Zuversicht, dass vielleicht „ein kleines ökumenisches Zentrum auf dem Kieler Ostufer“, 51 Jahre nach dem großen im Kieler Westen, in Mettenhof, entstehen könnte. Es ist der Geist Gottes, der Kraft zum Aufbruch gibt, der die Gemeinschaft bewahrt und neu wachsen lässt, der vollenden kann, was wir nur beginnen können. Um ihn wollen wir in der aktuellen Phase intensiver beten.

Auch an den anderen Orten, die wir nicht dauerhaft behalten können, wird es bald zu konkreten Änderungen kommen. Dem Kirchenvorstand sind mehrere Mietanfragen und Kaufangebote in Aussicht gestellt. Er wird sich das Jahr über mit konkreten Anfragen und Angeboten beschäftigen müssen, die hoffentlich zu neuen Perspektiven vor Ort führen können. So könnte bald aus dem Gemeindehaus von St. BONIFATIUS ein Kindergarten werden und die Kirche ein christliches Gotteshaus bleiben, in dem eine evangelische Gemeinde zusammenkommt. Vielleicht wird bald aus DREIEINIGKEIT eine Tagespflege für ältere oder behinderte Menschen oder auch ein Kindergarten? Vielleicht könnte bald aus HEILIG KREUZ eine Seniorenwohnanlage werden? Und aus ST. ANSGAR etwas Ähnliches? Es wird ein Jahr intensiver Beratungen werden …

Zurzeit müssen wir uns noch auf die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie einstellen. Wenn diese überwunden sind, wird es – wie bisher – zu weiteren Gemeindegesprächen kommen, in denen direkt die je vor Ort anstehenden Fragen zu besprechen sind. Von unserem Pfarrpatron, den heiligen Franziskus, können wir die Zuversicht lernen, die uns tragen kann: „Herr, du bist die Geborgenheit, die Ruhe, die Fröhlichkeit und die Freude.“ Es ist gut, auf ihn zu schauen.

PAX et BONUM,

Ihr Propst Benner

PS: Zur anstehenden Vermögens- und Immobilienreform des Erzbistums Hamburg hat Erzbischof Stefan am 14.1.2021 einen Brief geschrieben, den Sie auf unserer Internetseite nachlesen können.


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